Freundschaft geschlossen

Freundschaft geschlossen mit dem Musikverein "Harmonie" in Lège-Cap-Ferret

 

Am 18.10.2023 habe ich mich, mit meinem  Mann und der Klarinettistin Simone auf den Weg nach Lège-Cap-Ferret gemacht, um an der Jubiläumsfeier der beiden Gemeinden teilzunehmen.

Auf Umwegen erreichten wir das Ziel und wurden herzlich begrüßt.

Am Freitag unternahmen alle Teilnehmer mit ihren Gastgebern eine Busfahrt zu einem großen Weingut. Das CHÀTEAU La TOUR CARNET wurde besichtigt und mit einer Weinverkostung abgeschlossen.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen ging es weiter zum Atlantik.

Abends besuchten Simone und ich die Musikprobe.

Es wurde intensiv zwei Stunden geprobt und alle Musiker kümmerten sich um uns. Wir fühlten uns beide sehr wohl.

Am Samstag wurde die 40. jährige Partnerschaft zwischen Sandhausen und Lege-Cap-Ferret im Rathaus besiegelt und der Musikverein Harmonie umrahmte die Feierlichkeit mit der deutschen, französischen und europäischen Hymne.

Nach unserem Auftritt bedankte ich mich bei den Musikern für ihre Gastfreundlichkeit und überreichte dem Präsident der Harmonie, Jean Marie Labadie, ein Shirt mit der Aufschrift "Musikverein Sandhausen". Er freute sich sehr und zog es an diesem Samstag  nicht mehr aus.

Abends wurde dann nochmals zünftig gefeiert und der Musikverein spielte zur Unterhaltung auf.

Sonntags, nach einem gemeinsamen Frühstück, verabschiedeten wir die erste Gruppe aus Sandhausen.

Wir machten uns auf den Weg zum Flughafen und kamen kurz vor Mitternacht wieder in Sandhausen an.

Die Reise war eine tolle Erfahrung und wir werden die neu geschlossene Freundschaft zwischen den beiden Musikvereinen intensiv pflegen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Begegnung hier oder in Lège-Cap-Ferret.

 

Bericht von Angelika Burkhardt

Waldfest 2023

In Sandhausen spielt die Musik

In Sandhausen spielt die Musik

 

Der Musikverein Sandhausen hatte zum Waldfest geladen und ab ging die Post im Hardtwald. Das Wetter war perfekt und die gute Laune unserer vielen Gäste auch. Um 16 Uhr füllte sich der Waldfestplatz und die Bierzapfanlage, sowie die Grills, erreichten rasch die höchste Betriebstemperatur.

Die Gaiberger Musikanten unter der Leitung von Thomas Schulz, sind bereits seit vielen Jahren die musikalischen Garanten für beste Stimmung am Samstagabend. Thomas ergriff das Mikrofon und ruckzuck wurde eifrig mitgeklatscht, mitgesungen und auch geschunkelt. Viele Hits und auch volkstümliche Weisen vervollständigen das musikalische Repertoire der Gaiberger. Da geht auch schon mal ein Hahn auf dem Bodensee ein „Beziehung“ zu einem Schwan ein....usw. genial. Die perfekte Waldfestmusik eben! Bis nach 21 Uhr wurden unsere Gäste bestens unterhalten.

Gleich danach ging unsere Glowparty an den Start.

Rasch übernahmen die kleinen und großen Glühwürmchen die Oberhand am Waldfestplatz. Es wurden eifrig Cocktails gemixt und mit Knicklichtern verteilt. Die Dopsibretter fanden reißenden Absatz und die Getränke flossen in Strömen in die durstigen Kehlen.

Unser Vereinsmitglied DJ Mirco legte professionell auf und hatte das absolut richtige Gespür für die passende Musik. Es wurde getanzt, gerappt, gehiphopt und was auch immer. Auch die Neue Deutsche Welle hatte ein sehr willkommenes Comeback.

Es wurden spontan auch Gruppenchoreographien engagiert und mit beachtlicher Präzision getanzt, das war echt klasse, Hut ab! Da hat auch nur das Hinsehen so richtig Spaß gemacht.

Die Stimmung kochte und viele sangen auch eifrig mit! Aber...leider...wie immer, wenn es am Schönsten ist, also so um 1 Uhr nachts, musste man sich dann auf den Heimweg machen, sicherlich mit der Vorfreude auf den 2. Waldfesttag.

Traditionell steht der Sonntag immer im Zeichen von Livemusik unser befreundeten Musikvereine.

Um 10 Uhr begann dann auch der Musikverein Neulußheim, unter der Leitung von Thomas Sturm, den Reigen der Livemusikanten. Wie angekündigt ging es sehr schwungvoll in den Tag. Viele bekannte Musikstücke und Gassenhauer machten Lust auf mehr. Anfänglich war der Waldfestplatz noch recht spärlich besucht, ja war so... Das änderte sich aber rasch und um die Mittagszeit waren alle Plätze besetzt. Egal ob unsere Steaks, die Würstchen, der Wurstsalat, die beliebten Fischbrötchen, Pommes frites und auch die neu angebotenen Falafel mit Zaziki, alles fand reißenden Absatz.

Das Jugendorchester, eine Gemeinschaftsaktion der Musikvereine Sandhausen und Nußloch, bot über eine Stunde eine sehr respektable und auch äußerst unterhaltsame Leistung. Auch die Größe des Jugendorchesters war beachtlich. Jutta Worsch und Torsten Müller wechselten sich am Dirigentenstab ab. Liebe Jungmusiker, das habt ihr wieder gekonnt gemacht, top!

Jetzt war mal wieder eine Stärkung gefragt.

Kaffee und sehr viele leckere Kuchen waren im Angebot und fanden rasch Abnehmer.

Danach waren musikalisch die „Großen“ des Musikvereins Nußloch an der Reihe. Bis zum Nachmittag spielten die Nußlocher, unter der Leitung des jungen dynamischen Dirigenten Luca Rodrigues Unterhaltungsmusik vom Feinsten. Viele internationale Hits waren mit von der Partie, aber auch die Freunde der traditionellen Blasmusik kamen voll auf ihre Kosten!

Nahtlos ging die Reise musikalisch weiter. Unsere Freunde der Stadtkapelle Walldorf legten, dieses Mal bei trockenem Wetter, dynamisch los. Wer die legendäre, musikalische Schlammschlacht in strömendem Regen vor ein paar Jahren erlebt hat, wird sie nie vergessen. Markus Schneider, der Dirigent, hatte alle Hände voll zu tun...waren doch seine Schützlinge, mit ihen Instrumenten, mal wieder in den Zuschauerreihen, oder auch auf den Tischen unterwegs! Euer Unterhaltungswert ist einfach spitze, liebe Walldörfer!

Auch einen unglaublich hohen Unterhaltungswert haben unsere nächsten musikalischen Gäste, der Musikzug KC Nußloch! Das Orchester um den charismatischen und stets ideenreichen Volker Kaltenmeier, wird von Matthias Lange dirigiert. Da kommen auch schon mal eine Elektrogeige und ein Akkordeon zum Einsatz in der Truppe. Egal, ob Rock-,Pop-, oder auch die Neue Deutsche Welle, der Musikzug riss das Publikum mit und von den Sitzen. Bei Nenas 99 Luftballons flogen dann auch noch die Ballons, geworfen von kleinen Kinder, durch die Luft, einfach genial!

Alle unsere Gastorchester liefen zu Höchstleistungen auf und ernteten großen Applaus im Hardtwald.

Nach 20 Uhr endeten dann die Liveauftritte. Die beachtlichen Mengen an Speisen gingen zur Neige und so wurde dann auch mit dem Abbau begonnen. Ein wieder wunderschönes Waldfest, bei bestem Wetter, war erfolgreich zu Ende gegangen.

Schee wars widda!

Wir danken allen Orchestern für Ihre tollen Auftritte, unseren so zahlreichen Helfern, für ihren sprichwörtlich unermüdlichen Einsatz an diesem Wochenende und natürlich unseren sehr zahlreichen und treuen Gästen und Unterstützern!

Vielen Dank an alle!

 

Bericht und Bilder, Jutta Staudt

 

 

 

Jahreshauptversammlung 2023

Musikverein Sandhausen, Jahreshauptversammlung 2023

 

Am Sonntag war es wieder so weit. Die

1. Vorsitzende des Vorstandes, Angelika Burkhardt begrüßte herzlich alle Gäste im Proberaum und stellte die Beschlussfähigkeit fest.

Nach dem Gedenken an die Verstorbenen des vergangenen Jahres, ergriff der

1. Schriftführer des Vereins, Emanuel Staudt das Wort und informierte über die sehr zahlreichen Veranstaltungen 2022. Nach dem Coronastillstand, fanden überall Musikfeste statt, sehr zur Freude der wieder zahlreichen Besucher. Auch unser Waldfest und auch unsere Glowparty, waren wieder ein großer Publikumsmagnet. Der Musikverein freut sich schon auf das diesjährige Waldfest am 22. und 23. Juli!

Hauptkassierer, Johannes Bauer, teilte in seinem Bericht mit, dass der Verein, trotz Gewinnstagnation, noch finanziell gesichert ist.

Stanislav Klimov, der Dirigent des großen Orchesters und Berufsmusiker, hob besonders auf die grandiose Leistung des Orchesters beim Neujahrskonzert ab, er sei mächtig stolz auf sein Orchester in Sandhausen und wünsche sich viele weitere derartige Erfolge.

Jugendirigentin Jutta Worsch, sie sprach auch im Namen des Jugendleiters Marlon Schuh, berichtete von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung des MV Nußlochs. Beide Abteilungen ergänzen sich und die Zusammenarbeit macht den Jugendlichen Spaß, was beim gemeinsamen Probetag deutlich spürbar war.

Weitere gemeinsame Auftritte sind in Planung.

Fragen zu den Berichten gab es keine.

Folglich berichtete anschließend Kassenprüfer Michael Schmitt, auch im Namen von Birgit Ahleim, über die erfolgreich stattgefundene Kassenprüfung. Er attestierte Johannes Bauer eine sehr sorgfältige und übersichtlich gestaltete Buchhaltung des Musikvereins.

Im Anschluss erfolgte einstimmig, die Entlastung der Vorstandschaft.

Als nächster großer Programmpunkt folgten die Ehrungen der Mitglieder. Traditionell werden da zuerst die Aktiven des Vereins durch den Blasmusikverband Rhein-Neckar e. V. (kurz BVBW) geehrt. Der Vertreter des Verbandes, Helmut Spannagel, nahm die Ehrungen vor.

 

Geehrt wurden: Fabian Kettenring, für 20 Jahre aktives Musizieren mit der mit der Ehrennadel in silber, Jutta Staudt, für 20 Jahre Tätigkeit im Vorstand des Musikvereins, Förderermedalle in Gold. Johannes Bauer wurde für 35 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft, mit der Förderermedallie in Gold und Diamanten ausgezeichnet.

Er gratulierte allen Geehrten sehr herzlich und verwies auf den eingravierten Spruch auf den Medallien:

Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an, von E.T.A. Hoffmann.

 

Auch vom Musikverein wurden die Aktiven des Vereins geehrt.

Karen Bitz, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins nahm die Ehrungen vor.

Fabian Kettenring und Jutta Staudt wurden für 20 Jahre, Jutta Worsch für 30 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt.

 

Unsere sehr geschätzten fördernden Mitglieder wurden vom Verein geehrt!

 

Dies waren, für 15 Jahre treue Mitgliedschaft:

Andrea Gailfuss, Axel Schmitt, Helgard Schön, Horst Silbereis, Dorothea Wagner-Hug

 

Für 20 Jahre wurde Petra Kettenring geehrt

 

Die Geehrten für 30 Jahre Mitgliedschaft waren:

Inge Blut (geb. Flory), Herbert Burkhardt, Hans-Peter Kaltschmitt, Bernhard Kröner, Rosa Müller, Axel Münch, Silke Necker

 

Für sensationelle 50 Jahren Mitgliedschaft wurden geehrt:

Ottilie Klinger und Franz Sonnleitner

 

Aber, da geht noch was, 60 Jahre förderndes Mitglied im Musikverein ist:

Heinrich Kettenring

 

der letzte Programmpunkt, Verschiedenes, war rasch erledigt und

so ging eine recht kurze Jahreshauptversammlung harmonisch zu Ende.

 

Jutta Staudt

 

 

 

Neujahrskonzert 2023

Völlig losgelöst beim Musikverein in der Festhalle...

 

und ab ging die Rakete!

 

Man konnte es kaum erwarten! Endlich fand wieder ein Neujahrskonzert statt und das setzte wirklich Maßstäbe. Dieses Mal war als Konzertthema, unsere Galaxy, mit Planeten, Monden, Raumschiffen etc. gewählt worden und der Musikverein Sandhausen hob ab.

Pünktlich um 15 Uhr füllte sich die Halle rasch und man wartete mit Spannung auf das, was da kommen möge. Angelika Burkhardt, die 1. Vorsitzende des Musikvereins begrüßte alle Gäste sehr herzlich und wünschte allen ein frohes, glückliches, gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2023.

Gleich danach war das Jugendorchester des Vereins an der Reihe. Weil nun mal das Musizieren in einer großen Gemeinschaft mehr Spaß macht, hatten sich die Jugendorchester der Musikvereine Sandhausen und Nußloch, vor ca. 3 Monaten, zusammengeschlossen. Diese Kooperation ist bestens gelungen, wie das Jugendorchester sogleich bewies, mit dem Stück „Jupiter Hymne“. Dieses stammt aus dem 4. Satz der Suite „The Planets“ des englischen Komponisten Gustav Holst. Das Stück wurde 1918 uraufgeführt und gilt als eines der farbenreichsten Beispiele für Orchesterliteratur des 20. Jahrhundert. Für ein Jugendorchester sicherlich ein hoher Maßstab, der sehr gut und mit sichtlicher Freude bewältigt wurde. Das bombastische Musikstück eignete sich perfekt zur Konzerteröffnung. Sebastian Raffelsberger führte sehr unterhaltsam und mit genau der richtigen Dosis von Informationen durch das Konzertprogramm. Erst 2 Tage vor seinem Auftritt hatte er sich kurzfristig bereiterklärt, als Krankheitsvertretung, den Job als Conférencier, zu übernehmen. Herr Raffelsberger, hat dieses Mal auch außerhalb eines Orchesters, auf der Bühne geglänzt, er ist nun mal vom Fach. Als studierter, preisgekrönter Oboist, spielt er nicht nur in sehr namhaften Orchestern, sondern widmet sich auch dem Arrangieren von Musikstücken.

Weiter gings mit Doctor Who, „Through Time and Space“. Aus der weltweit am längsten laufenden und kultigen Weltraumserie der BBC,schuf der Komponist Murray zahlreiche neue dramatische und emotionale Melodien. Jutta Worsch, die Dirigentin des Jugendorchesters, hatte Ihre Schützlinge auf den Punkt vorbereitet. Die Jungs und Mädels des Orchesters gaben alles und das Publikum spendete sehr viel Applaus. Jetzt rief wieder der Weltraum.

Rogue One: A Star Wars Story von Michael Giacchino.

Innerhalb von vier Wochen war ein derartiges Soundtrack-Album komponiert worden, eine äußerst bemerkenswerte Leistung. Der Film war fertig und die Filmmusik, immerhin 2 Stunden lang, mußte noch komponiert werden. Michael Giacchino sprang ein und meisterte diese Herkulesaufgabe mit Bravour. Und genau so wurde das Musikstück vom Musikverein auch vorgetragen, mit Bravour.

Liebes Jugendorchester, Ihr ward wieder klasse! Weiter so!

Jetzt plötzlich, fast völlige Dunkelheit herrschte auf der Bühne, nur vereinzelte Notenlichter ließ das große Orchester erahnen. Das Tiefblech wummerte vor sich hin, bis plötzlich sehr bekannte Paukenschläge die Stille jäh durchbrachen. Danach stimmten laut die Posaunen und Trompeten ein. Da war es klar, bombastischer konnte es nicht mehr werden, es handelte sich um das Stück

"Also sprach Zarathustra" , eine der monumentalsten und beeindruckensten Orchesterwerke des 19. Jahrhunderts komponiert von Richard Strauss. Es wurde die berühmte Fanfare aufgeführt, zuletzt war sie, als Filmmusik 2001, Odysee im Weltraum, wieder zu Ehren gekommen.

Das Publikum hieß das große Orchester mit viel Beifall willkommen auf der Bühne. Klassisch ging es dann auch gleich weiter, mit dem von E. Hildenbrand arrangierten „Klassik Panorama“.

Ein bunter Strauß von berühmten und eingängigen Melodien der Klassik. Zuerst ging die Reise nach Italien, mit Capriccio Italien,(Tschaikowsky), dann wurde zu einer Hochzeit marschiert (Hochzeitsmarsch, F. M.-Bartholdy), anschließend ging es im Menuettschritt, (J. Haydn), entlang der Moldau (B. Smetana), wo man schließlich auf die schwungvolle Carmen (G, Bizet) traf. Das Publikum ging fröhlich, beschwingt mit und spendete großen Applaus!

Was wären Filme wie Star Wars, Jurassic Park, Indiana Jones oder viele andere berühmte Hollywoodproduktionen ohne die musikalische Handschrift eines der größten Musikgenies unserer Zeit? John Williams war gefragt, der mehrfache Oscar und Grammygewinner. Aufgeführt wurde das Arrangement von Paul Lavander, „John Williams in Concert“.

Es folgte ein Feuerwerk von Blockbusterfilmmusiken, wie E.T der Außerirdische, The Mission Theme, The Imperial March, Star Wars, Cantina Band, Theme von Jaws und man hatte keine Kosten und Mühen gescheut, selbst Der Weiße Hai, wurde auf die Bühne gezaubert. Bei den berühmten Tonfolgen des Films, sah sich auch so mancher ängstlich um...Leider hat der Film dem Ansehen von Haien sehr geschadet, nicht alle Haiarten sind für Menschen gefährlich und...Haie wollen schließlich auch nur leben und schon gar nicht in der Suppe landen. Noch heute, viele, viele Jahre nach diesem Film wird man als Taucher immer wieder gefragt, ob man nicht große Angst vor Haien habe. Diese Melodie hat sich eingeprägt! Das Potpourri wurde genial gespielt, es war für jeden etwas dabei, niemand war gebissen worden und so konnte fröhlich applaudiert werden. Rasch wurde sich wieder der Zukunft zugewandt.

Futuro 2000 schildert in unterhaltender Tonsprache, welche visonären, aber auch welche ernüchternden Gedanken einen Komponisten unmittelbar vor dem Anbruch eines neuen Jahrtausends bewegen. Von veränderter Arbeits-, und Freizeitgestaltung, über die Raumfahrt, bis schließlich zur Urlaubsreise zu fernen Planeten. Das Stück beginnt sehr schnell und stellt den Aufbruch ins neue Jahrtausend dar. Danach folgt ein eher romantisch anmutender Teil, mit Trompetensoli. Gleich darauf beginnt die Ernüchterung, auch ein schnellerer Abschnitt, bevor dann musikalisch die Urlaubsrakete, zu fernen Welten startet. Grandios!

Jetzt hatte man sich eine kurze Pause verdient. Zeit sich gegenseitig zu begrüßen, die besten Neujahrswünsche zu teilen, oder sich mit frischen Brezeln und einem Getränk zu stärken. Prosit Neujahr eben.

Aber sogleich riefen 3 Trompeter mit einer Fanfare zum Beginn des zweiten Konzertteils, welches traditionell immer etwas mehr der Unterhaltungsmusik gewidmet ist. Der mittlerweile auch schon langjährige Dirigent des großen Orchesters, Stanislav Klimov, hatte seine Musikerinnen und Musiker nicht nur wieder perfekt vorbereitet und eingeschworen, er ist auch immer für ein Späßchen gut. Was passt zu einem schmissigen Udo-Jürgens-Medley als Outfit, na? Natürlich der berühmte weiße Bademantel, in dem Udo Jürgens immer zum Ende seiner Konzerte mit einer Tasse Kamillentee an seinem Klavier Platz nahm. Passend erschien Stanislav Klimov mit einem weißen Bademantel und sorgte schon vor dem 1. Ton wieder für beste Stimmung. Udo Jürgens, wer kennt ihn nicht, der begnadete und berühmte Musiker und Sänger, der leider schon 2014 verstorben ist? Jeder kann aus dem Stehgreif einige seiner Hits benennen. In dem Arrangement von Kurt Gäble kamen alle Udofans voll auf Ihre Kosten.

Das Arrangement wurde fast allen Schaffensperioden gerecht. Los gings mit: 17 Jahr blondes Haar, Mit 66 Jahren, Aber bitte mit Sahne, Mercy Cherie, Griechischer Wein. Natürlich durfte auch das ehrenwerte Haus nicht fehlen.

Die Stimmung war auf dem Höhepunkt in der Halle. Da wurde geklatscht, textsicher aus voller Brust mitgesungen, mit den Füßen gewippt und wie Donnerhall applaudiert.

Mit „Apollo 11. Mission to the Moon“konnte man den ersten Besuch auf unserem Trabanten dem Mond förmlich miterleben. Zuerst folgte ein Countdown der Besucher und der Musiker, bevor beim Lift off die Rakete musikalisch gestartet wurde und kraftvoll durch das Orbit flog, um nach 384.400 km und etlichen Mondumrundungen schließlich die Raumfähre ( Eagle, der Adler) mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond landen zu lassen. Otto M. Schwarz hat das fast unglaubliche Geschehen, welches schon vor 58 Jahren stattfand, perfekt musikalisch umgesetzt. Man konnte die Mondmission vom Countdown bis zur Mondlandung musikalisch live in der Festhalle in Sandhausen erleben. Alle Mondfahrer und Mondfahrerinnen im Publikum waren wiederum begeistert und startklar für die nächste Mission:

Guardians of the Galaxy.

Das Orchester beherrscht nicht nur die Instrumente und verfügt über phantastisches Taktgefühl, sondern auch gesanglich braucht man sich nicht zu verstecken. Zugegeben, es war mit „Huckatschakka, huckatschakka, nicht gerade der komplizierteste Text und auch nicht sehr anspruchsvoll... aber es passte genau zum Beginn von Hooked on a Feeling. Come and get your Love folgte, Groot Cocoon, über Cherry Bomb und endetet schließlich im Hit, Ain´t No Mountain High Enough. Alles Musikstücke, die in der bekannten Weltraumserie, mit dem putzigen, durch Genexperimente und Chirurgie entstandenen Waschbären Rocket Racoon,vorkommen.

Ein sehr abwechslungsreiches und schwungvolles Medley, arrangiert von Michael Brown, perfekt interpretiert, vom Großen Orchester in Sandhausen.

Angelika Burkhardt sprach allen Mitwirkenden Ihren besonderen Dank aus und bedachte die Dirigenten, Stanislav Klimov und Jutta Worsch ,sowie Sebastian Raffelsberger (Conferencier) und Viola Worsch (entwickelte das Layout der Plakate und Eintrittskarten) mit einem kleinen Geschenk und einem herzlichen Dankeschön des Vereins.

Bei der nächsten Stückefolge konnte wirklich niemand mehr ruhig auf den Stühlen sitzen.

Glenn Miller ging mit einem Medley, arrangiert von Naohiro Iwai, seiner brühmesten Stücke an den Start, mit Little Brown Jug, In the Mood. Tuxedo Junction, American Patrol und seiner weltberühmten Moonlight Serenade. Glenn Miller, der seit einem Flugzeugabsturz 1944 über dem Ärmelkanal vermisst wird, war ein herausragender Musiker, Bandleader und großartiger Vertreter des amerikanischen Bigbandsounds. Hier war jetzt auch die Stunde der Solisten gekommen, Johannes Bauer; Klarinette, Thomas Necker; Trompete und Emanuel Staudt; Saxophon, brillierten an Ihren Instrumenten. Überhaupt war die Leistung der Orchester eine allgemeine Glanzleistung. Perfekt ausgeführte Einsätze und eine sehr gute Instrumentenbeherrschung, rundeten den sehr, sehr positiven Eindruck ab. Da ging aber noch mehr.

Jetzt wurden alle Register gezogen.

Aber von vorne: Die 80er Kulthits 2 gingen an den Start.

Dein ist mein ganzes Herz (H.R.Kunze)spielte das Orchester für sein Publikum! Wunder gescheh´n, von Nena folgte und jedem fielen wohl spontan sofort einige Wünsche ein. Bei Verdamp lang her, von BAP, wurde im Rhythmus mitgeklatscht und begeistert mitgesungen, bis dann bei Major Tom, von Peter Schilling, die Halle nochmals völlig losgelöst

abhob und die Begeisterung viele „Zugabe“ Rufe auslösten. Man wiederholte den letzten Teil des Medleys.

Wieder ließ man das Orchester nicht von der Bühne gehen. Da hatte der Musikverein vorgeplant und alle 2 Orchester spielten gemeinsam auf der Bühne, den Earth Song von Michael Jackson. Dieser sehr berührende und aufrüttelnde Song, bringt alle Facetten der Umweltverschmutzung und die Widrigkeiten des menschlichen Wirkens, auf die Erde, zu Gehör. Der Earth Song will aufrütteln und ruft zur Umkehr auf. Nehmen wir diese Wünsche mit in unsere Neujahrswünsche, auch für den Frieden, auf. Wie sagte Nena: Wunder geschehen. Mithelfen und Daumen drücken!

Natürlich folgte als letzte Zugabe unser „Badnerlied“. Da wurde aufgestanden und voller Inbrunst mitgesungen. Alle 3 Strophen erklangen und mit „Alt Heidelberg du Feine“ ging ein herausragendes Neujahrskonzert des Musikvereins zu Ende.

Vielen Dank an unsere Musikerinnen und Musiker, groß und klein, die sich in vielen Proben fast bis an das perfekte Konzert, herangearbeitet haben. Ein großes Danke auch an unsere Dirigenten, Stanislav Klimov und Jutta Worsch, für Ihre Mühe und Geduld. Ein herzliches Dankeschön an unsere große Anzahl an Helfer, vor-, und hinter den Kulissen. Ohne Eure Hilfe, wäre ein solches Konzert nicht möglich.

Der größte Dank jedoch gilt unseren Gästen, die uns wieder phänomenal unterstützt haben. Ihr großer Applaus feuert uns immer wieder an, einen gelungenen musikalischen Start ins Neue Jahr zu bieten. Wir würden uns freuen, Sie und Ihre Freunde auch bei unseren weiteren Aktivitäten begrüßen zu dürfen, Waldfest, Neujahrskonzert, sowie Auftritte in und um Sandhausen herum. Unsere Termine, sowie viele Konzertbilder, finden Sie auf unserer Homepage unter: www.musikverein-sandhausen.de.

Bis zum nächsten Mal, bleiben Sie gesund und fröhlich!

 

Bericht und Bilder

Jutta Staudt